Zielblüten

Wer all seine Ziele erreicht hat, hat sie sich als zu niedrig ausgewählt.

Herbert von Karajan (1908-1989)

Ich habe festgestellt, dass ich wenig Ziele habe. Und die, die ich habe sind allesamt eigentlich fast zu leicht zu erreichen.

Also hab ich mich mal hingesetzt und überlegt, was ich denn noch so erreichen will – kurz- und langfristig.

10.000€ sparen in 24 Monaten

Ein ehrgeiziges Ziel, denn ich finde, bei Sparvorhaben kommt einem immer etwas dazwischen. Sei es eine Autoreparatur, ein quasi spontan gebuchter Urlaub in England mal wieder oder einfach die Tatsache, dass man zu faul zum Kochen ist und lieber viermal die Woche essen geht. Aber nichts da! Dieses Mal soll es passieren. Zehntausend zusammengesparte Euro und zwar bis Mai 2016. Momentan steht mein Sparguthaben bei ca. 800€, das bedeutet knapp 384€ wollen im Monat gespart werden. Ready set go.

Meine Prüfungen mit mindestens 2,5 bestehen

Das erste Semester neigt sich bereits dem Ende zu und während ich noch panisch “WO IST DENN DIE ZEIT HIN?!” vor mich hinmurmle, nähern sich meine Klausuren mit großen Schritten. Da ich ja nicht nur aus Jux und Tollerei studiere, möchte ich jede der Klausuren mit mindestens der Note 2,5 bestehen. Aufgrund meines Studienmodells habe ich drei große Prüfungen, Management, Recht und Human Resources. Momentan sehe ich die größten Probleme im Wirtschafts- und Privatrecht, denn obwohl mir das Fach sehr viel Spaß macht, finde ich keinen rechten Zugang zur Thematik. Morgen in drei Wochen werde ich sehen, ob ich da das Ruder noch einmal herumreißen kann.

 Tägliche Onlinezeit auf 1 Stunde reduzieren

Ich verbringe sehr viel Zeit auf social networks, während ich großen Spaß an instagram habe und auch in Zukunft hier noch etwas aktiver sein möchte, habe ich im Grunde keine Lust mehr auf, naja, primär facebook. Und auf Blogs. Ich lese viel zu viele Blogs, an manchen habe ich noch nicht mal Freude, sondern rufe die URLs nur aus Gewohnheit auf. Das soll aufhören. Instagram-werte Momente festhalten, ab und zu einen Tweet verfassen, einige Blogposts und sonst Finger weg vom Internet.

Für (m)eine Traum-Urlaube sparen und diese dann auch erleben

Seit Jahren stehen auf meiner Reiseliste einige Orte, von denen ich bisher nur träumen mag. Da ich sie dadurch nicht schneller erreiche, möchte ich mich in den nächsten drei Jahren stärker auf das Reisen fokussieren. Dazu inspiriert durch Stef (magnoliaelectric.net) meine 30 before 30!

30 before 30

Ich werde in 3 Jahren und 27 Tagen 30.

Früher waren Menschen für mich mit 30 alt. Das Leben quasi vorbei. Und jetzt? Je näher es rückt, desto bewusster wird mir, dass das Leben da erst richtig anfängt.

Inspiriert durch Stef, deren wunderbares Blog magnoliaelectric.net ich seit Jahren verfolge, möchte ich hier meine Liste 30 before 30 teilen.

Also 30 Orte und Erlebnisse, die ich vor meinem 30. Lebensjahr erleben möchte. Vier dieser Punkte sind entweder momentan oder auch dauerhaft unerreichbar oder sollten Teil einer größeren Reise sein, die ich eventuell noch nicht bis 2017 antreten kann. Trotzdem möchte ich sie auf meiner Liste behalten, weil sie lange, lange in meinen Köpfen herumspuken und nicht verloren gehen sollen.

Kunst und Kultur

  • Den Harry Potter Theme Park in Orlando besuchen.
  • Barcelona (besonders wegen Gaudí)
  • Das Van Gogh-Museum in Amsterdam, Niederlande
  • Teatre-Museu Dalí, Gerona, Spanien
  • Eine Oper in Verona
  • La Casa Azul – Museo Frida Kahlo, Mexiko City
  • Doctor Who Experience, Cardiff, Großbritannien (August 2014)
  • Stift Melk, Melk, Niederösterreich

Zauberhafte Orte

  • Venedig, Italien (Juni 2014)
  • Mykonos, Griechenland
  • Marrakech und Casablanca, Marokko

Städte

  • Kopenhagen, Norwegen
  • Stockholm, Schweden
  • Edinburgh, Schottland
  • Carcassonne, Frankreich
  • Big Sur, Kalifornien, USA

Magische Landschaften und Erlebnisse

  • Schottische Highlands
  • Island
  • Bali
  • Cinque Terre, Italien
  • In den Rocky Mountains reiten, Wyoming
  • Whale Watching – am liebsten Buckelwale oder Orcas
  • Kroatien, Mittelmeerküste
  • Backpacking in Norwegen
  • Giant’s Causeway, Nordirland
  • Eine Herrenhäuser/ Megalithen/ Garten-Rundreise mit meiner Mutter in Cornwall, Großbritannien

Wahrscheinlich unmöglich (bis zu meinem 30. Geburtstag oder überhaupt)

  • Die Bücher von Timbuktu sehen, Mali
  • Beirut, Libanon
  • Der goldene Sandstrand von Odessa, Ukraine
  • Patagonien, Argentinien/ Chile

Digitale Nomaden (Film)

Diesen Trailer fand ich gerade über die Facebook-Page dieses sympathischen Herren. Ben Paul bloggt, wie im Video zu hören unter anti-uni.com darüber, wie man sich seine eigene (Aus)Bildung gestalten kann. Finde ich total klasse und diesen Film muss ich unbedingt sehen!

Mehr zu Digitale Nomaden auf der Website zum Film.

Talkin’ ’bout my generation

Unterhält man sich mit Vertretern der Baby Boomer oder Generation X über die sogenannte Work-Life-Balance, tut man als Kind der GenY gut daran, sich einen kleinen Schutzwall zu errichten. Die BabyBoomer verstehen nicht, wieso wir überlegen, einen unbefristeten Vertrag aufzugeben für so etwas banales wie Selbsterfüllung. Ihre nachfolgende Generation arbeitet um gesehen zu werden, für Wohlstand und beruflichen Erfolg.

Und wir? Ich bin Jahrgang 1987. Online bin ich seitdem ich 11 Jahre alt bin und zwar ungefiltert, da meine Eltern gar nicht das Wissen hatten, mir etwaige Barrieren aufzuerlegen und es sich auch bis heute nicht angeeignet haben. Ich traf mich mit Leuten aus Chatrooms, ich traf viele seltsame Menschen, aber auch viele, an die ich gerne zurück denke und solche, mit denen ich heute noch befreundet bin.

Mit 16 waren meine persönliche Horrorshow die Erzählungen jener Kollegen, die seit 20, 25 Jahren im Betrieb, teilweise sogar in der gleichen Position verharrten. Ich sprang von Ausbildung zu Weiterbildung, bewegte mich irgendwo zwischen Studium und Job.

Und auch heute fühle ich mich manchmal wie ein Schmetterling, der von Blüte zu Blüte taumelt. Manchmal ist das nicht so leicht, aber aufgeben möchte ich es auch nicht.

Stadt, Land, Job

Ich glaube fest daran, dass die Generation Y so unentschlossen ist, umherzieht, weil wir nicht mehr in die festen Konstrukte der Jobs passen, die es heute gibt. 9 to 5, 30 Minuten Pause, 26 Tage Urlaub im Jahr. Kaum einer der vorangegangenen wird sich bewusst darüber, wie viel Lebenszeit das ist, die wir in Büros verbringen, die der Ergonomie unserer Körper und Geister so fern sind, wie meinem 75-jährigen Papa youtube und Pinterest.

Wir werden den Arbeitsmarkt revolutionieren, nicht er uns. Wir sind nicht bereit, uns 150% in eine Arbeit zu investieren, die uns nicht glücklich macht. Wir wollen reisen, wir wollen inspiriert werden, frei sein. Natürlich wollen wir auch unseren Lebensunterhalt verdienen. Aber ich und sicherlich viele andere meiner Generation wollen nicht mehr leben, um zu arbeiten.

Lebendig sein ist unsere Maxime. Für den richtigen Job, für die Lebensaufgabe sind wir bereit, viel zu geben. Wir engagieren uns, wir wollen persönliche Beziehungen zu unserer Arbeit. Was nicht bedeutet, dass 24/7 E-Mails beantwortet werden wollen, dass 80h-Wochen zur Normalität werden, der Vorgesetzte im Urlaub anruft. Aber, vielleicht bin ich damit auch allein, ich möchte einen Job, der mich einbezieht. Den ich gestalten kann, der mir Freiräume gibt. Ich möchte arbeiten auf eine neue Ebene heben, in Cafés arbeiten, mich austauschen. Und nicht 7,8h am Tag alleine in meinem Einzelbüro sitzen, am Abend erschlagen im Dunkeln nach Hause oder ins Fitnessstudio gehen, um entweder zu entspannen und irgendwie noch mein Privatleben zu managen oder meinen erstarrten Körper in einer After Work Yogastunde zurück zur Geschmeidigkeit zu biegen.

Viele Unternehmen haben diesen Trend bereits erkannt, aber ich fühle mich in Deutschland immer noch sehr stiefmütterlich behandelt, was Flexibilität angeht. Was Unterstützung und, ja, vielleicht sogar auch Förderung der persönlichen Entwicklung angeht. Für viele Arbeitgeber zählt das zu Privatvergnügen und hat nichts mit der für sie relevanten Person des (Mit)Arbeiters zu tun.

Das finde ich schade, ich fordere eine Revolution. Lasst uns rausgehen und uns die Welt so machen, wie sie uns gefällt. Lasst uns eine Zukunft gestalten, für die wir stehen können.

Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar! – Pippi Langstrumpf

Stay alive

Ich würde am liebsten hier einen großen blank space lassen, weil man das Gefühl, das ich gerade habe, nicht mit Worten beschreiben kann.

 

Wir sahen uns heute The Secret Life of Walter Mitty an. Man mag über Ben Stiller sagen, was man möchte, aber dieser Film ist ein Juwel.

Walter Mitty lebt ein langweiliges Leben. Doch dann geht eines Tages das wichtigste Foto überhaupt verschollen. Er macht sich auf die Suche nach ihm. Und diese Suche entpuppt sich als Weg zu ihm selbst.

116 Minuten, die einen einfach nur glücklich machen. Schon alleine die wunderbaren Landschaftsaufnahmen von Grönland über Island in den Himalaja wären genug. Dieses Meisterwerk berührt, fasziniert und lässt einen lächelnd zurück.

Meine Worte klingen leer, aber ich bitte euch, haucht ihnen Leben ein indem ihr euch The Secret Life of Walter Mitty anseht. Lasst euch verzaubern von gut entwickelten Charakteren, von Wendungen, die einem in anderen Filmen bitter schmecken würden, aber hier machen sie glücklich.

Einen großen Beitrag leistet natürlich auch die Musik. Der phantastische José González, solo oder mit seiner Band Junip, hat einen Großteil des Soundtracks beigesteuert (mein Favorit und Hintergrundmusik zu diesem Post). Dazu noch die jeweils schönsten Lieder überhaupt von Wahnsinnsbands wie Arcade Fire und Of Monsters and Men. Zu letzteren muss ich nur sagen: Jetzt weiß ich endlich, woher dieser typische isländische Klang kommt. Auch wenn sie auf Englisch singen, spiegelt die Musik von Of Monsters and Men (und vielen anderen isländischen Musikern) die wunderschöne, magische Landschaft wieder. Das grüne Gras, das blaue Meer, die roten Häuser, die weißen Schafe, bunten Pferde, Gletscher, Geysire und Vulkane.

Friedlich

Ich hatte vergessen, wie friedlich Zugfahren ist. Auf einer Strecke, die den Zug zwingt. Langsam zu fahren, wird man selbst auch langsam. Draußen ziehen Wiesen vorbei. Alles ist so grün. Aber kein Grün gleicht dem anderen. Rapsgelbe Felder. Pusteblumenwiesen. Äsende Rehe am Waldrand. Die Menschen in den Häusern. Sie ruhen noch. Doch langsam lockt sie das Frühlingslicht aus ihren Betten. Ein neuer Tag beginnt. Kein Auto ist unterwegs. Das den Frieden stören könnte. Die Straßen sind verlassen.

In der Welt hinter der Zugscheibe. Scheint alles möglich. Sie ist so weit weg. Obwohl nur eine Glasscheibe von ihr trennt. Und morgens fühlt man sich wie der letzte Mensch. Als führe man – mit seinen Mitreisenden, durch einen verlassenen Landstrich. Den sich die Natur zurückerobert hat. Manchmal mag ich diese Vorstellung. Gedankenspiele. Doch dann. Die Autobahn. Ich wache auf. Und arbeite weiter. Alles ist normal. Die Welt da draußen sehe ich ja doch. Viel zu oft.

Leseliste Mai 2014

Ein bis dato nicht festgehaltener Vorsatz für das Jahr 2014 war, wieder mehr zu lesen. Den Bücherwurm habe ich lange hinter mir gelassen, so fühlt es sich zumindest an. Ab und zu blitzt die alte Begeisterung auf, schafft es ein Buch, mich zu fesseln. Mich in seine Welt zu ziehen und erst wieder auftauchen zu lassen, wenn es bereit ist, mich gehen zu lassen.

Ich ergreife die Initiative und gebe Büchern wieder öfter die Chance, mich zu entführen.
Folgend die ersten Sätze aller Bücher, die sich momentan auf meiner Leseliste für den Wonnemonat Mai befinden.

Fridolin Schley – Wildes schönes Tier

Durch einen günstigen Zufall hatte ich, nachdem ein längerer Auslandsaufenthalt auf beunruhigende und übereilte Weise zu Ende gegangen war, ohne größeren Bewerbungsaufwand eine Anstellung als Volontär im Lektorat eines angesehenen Buchverlags gefunden.

Unspektakuläre Anfänge verehre ich.

Hermann Hesse – Roßhalde

Als vor zehn Jahren Johann Veraguth Roßhalde gekauft und bezogen hatte, war sie ein verwahrloster alter Herrensitz mit zugewachsenen Gartenwegen, vermoosten Bänken, brüchigen Treppenstufen und undurchdringlich verwildertem Park gewesen, und es standen damals auf dem wohl acht Morgen großen Grundstück keine anderen Gebäude als das schöne, etwas verkommene Herrenhaus mit dem Stall und ein kleines tempelartiges Lusthäuschen im Park, dessen Portal schief in verbogenen Angeln hing und an dessen einst mit blauer Seide tapezierten Wänden Moos und Schimmel wuchs.

Hesse ist einfach magisch.

Dai Sijie – Balzac and the Little Chinese Seamstress

The Village headman, a man of about fifty, sat crosslegged in the centre of the room, close to the coals burning in a hearth that was hollowed out of the floor; he was inspecting my violin.

Schon lange auf meiner Liste, ein wunderschöner erster Satz.

Martha Kent – Eine Porzellanscherbe im Graben

<<Ihr kommt nach Potulice>>, hatte Rymarkiewicz gedroht.

Ein Buch über die Kindheit als Vertriebene, aus familiären Gründen zieht mich dieses Buch sehr an.

J.D. Salinger – Raise High the Roof Beam, Carpenters and Seymour An Introduction

One night some twenty years ago, during a siege of mumps in our enormous family, my youngest sister, Franny, was moved, crib and all, into the ostensibly germ-free room I shared with my eldest brother, Seymour.

Nachdem ich nach langer Zeit nun doch endlich Salinger’s Franny und Zooey gelesen habe, ist die intensivere Befassung mit seinem Werk naheliegend.

J.D. Salinger – Nine Stories

There were nintey-seven New York advertising men in the hotel. and, the way they were monopolizing the long-distance lines, the girl in 507 had to wait from noon till almost two-thirty to get her call through.

Auch hier, mehr Salinger!

Ich werde wohl vollbepackt in mein Retreat fahren. Eine Woche lang alleine in einem kleinen Häuschen etwa in der Mitte Deutschlands (aus der Nord-Süd-Perspektive), zusammen mit zwei wunderbaren Hunden und einem bezaubernden Kater. Aber was ist schon das körperliche gegen das geistige Wohlbefinden…

Was sind eure Vorsätze, ausgesprochen oder nicht?

Über 6,6 Ecken

Über 6,6 Ecken kennt jeder Mensch jeden.

Das muss ich erst einmal sacken lassen, bevor ich mich weiter vorstelle.

Ich freue mich, dass Sie auf meinen Blog gefunden haben. Nun wollen Sie sicherlich das eine oder andere über mich wissen. So ist das heute. Statistisch gesehen, kennen sie mich ja sogar – über knapp 7 Menschen. Ihre Neugier ist also berechtigt.

An einem schönen Sonntag im Juni 1987 erblickte ich das Licht der Welt. Gemäß meines Sternzeichens bin ich empathisch, Wasser liebend, aufgeschlossen und lege großen Wert auf ein Zuhause. Allerdings halte ich es, wie viele Menschen der Generation Y, mit dem schönen Spruch “Home is where the heart is“. Selbstverständlich bin ich ein Digital Native, so wie beinahe jeder Angehörige der GenY.

Nach Erlangen meiner mittleren Reife im wirtschaftlichen Zweig einer Realschule und meiner folgenden Ausbildung zur Bürokauffrau beim Bayerischen Rundfunk, die ich nach etwas weniger als zwei Jahren Lehrzeit im Juni 2005 beendete, zog es mich an die Berufsoberschule Kaufbeuren. An dieser absolvierte ich im Jahr 2007 mein Fachabitur und im darauffolgenden Jahr die Allgemeine Hochschulreife. Auch dies wieder im wirtschaftlichen Fachbereich (d.h. Prüfungsfach war, neben Deutsch, Englisch und Mathematik auch Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen).

Seit März 2011 bin ich bei einer Konzertreihe für zeitgenössische Musik angestellt. Dort führe ich das Sekretariat. Nach drei Jahren in dieser Position habe ich mich im Jahr 2014 dazu entschlossen, berufsbegleitend zu studieren. Zum 1. März 2014 begann ich mein Studium im Fach “International Management B.A.” an der FOM München, einer privaten Hochschule mit (Münchner) Sitz in der Neuen Hopfenpost nahe dem Hauptbahnhof. Ich sehe das Studium als logische Konsequenz meines bisherigen Werdegangs.

Meine privaten, wie beruflichen Interessen sind breit gefächert. Zur Zeit befasse ich mich intensiv mit Ideen und Gedankenkonstrukten zu Themen wie Bewusster Konsum, Nachhaltigkeit, ethisches Wirtschaften und Budgetierung bzw. persönliche und unternehmerische Finanzplanung. Großes Interesse habe ich außerdem an Selbstversorgung und alternativen Lebensmodellen (etwa modernes Nomadentum, Autodidaktik, early retirement durch passive Einkommensströme).

Zwei Themen, die mich darüber hinaus faszinieren sind der Einsatz von Tieren – primär Hunden – am Arbeitsplatz und eine ausgeglichene Work-Life-Balance oder wie man heutzutage den Fokus weg vom Lebenszeit dominierenden 9 to 5-Job hin auf eine erfüllende, selbstbestimmte Arbeit lenken kann.

 

Nun wissen Sie schon eine ganze Menge über mich. Ich würde mich freuen, Sie bald wieder hier begrüßen zu dürfen. Falls Sie mich kontaktieren wollen, können Sie dies jederzeit unter hallo at andrea-drexl.de tun.

 

Please click here for the English version.

Testbericht: Bonavendi

2013-10-02 23.48.29

Es ist vollbracht!

Wir haben, alles in allem, etwa 500 Bücher, CDs und DVDs aussortiert. Zuerst wollte mein Freund ganz gezielt bei zwei Anbietern verkaufen (Rebuy und Momox), doch dann habe ich eine App für iPhone* - EDIT: neu optimiert für iOS 7 – sehr gute Performance auf dem iPad -  gefunden, die sehr vielversprechend aussah.

Die App:

Grundsätzlich ist die App kostenlos, aber wir haben sie ziemlich schnell upgegradet (Kostenpunkt: 1,79€). Durch das Upgrade hat man die Möglichkeit, 10, 20, 30, 50 Artikel in Reihe zu scannen, diese in der persönlichen History abzulegen und dann gesammelt zu den Eigenen Artikeln hinzuzufügen. Hierfür muss man sich gleich am Anfang online ein Konto erstellen.

Man kann die Artikel grundsätzlich auf zwei Arten erfassen, entweder man scannt den Barcode ein, der auf den meisten Büchern neueren Datums aufgebracht ist, oder man gibt über ein Eingabefeld die ISBN-Nummern ein. Hierfür empfiehlt sich allerdings eine schnöde Tastatur mit Ziffernblock, auf dem iPhone/ iPad wird es doch sehr lästig.

Das Einscannen funktioniert ziemlich gut, die Fehlerquote war relativ gering (ca. 1-2 pro 20 Bücher wurden falsch oder gar nicht erkannt).

Mithilfe der Bonavendi-App fragt man Preise bei 39 Rückkaufanbietern an, was einem natürlich enorm viel Zeit erspart. Dennoch sollte man pro Artikel mit ca. 15 Sekunden rechnen, die für eine komplette Preisabfrage benötigt werden.

Die Website:

Am angenehmsten empfand ich es, die komplette Artikelliste auf der Website zu aktualisieren. Man kann den Computer nebenher laufen lassen und sich währenddessen drei Doctor Who-Folgen ansehen, endlich mal wieder die Nägel maniküren oder sich gepflegt die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Ich verstecke meine Baurarbeiterhände mal lieber hinter meinem bleichen Rücken und verrate nicht, was ich gemacht hab ;)

Auf der Website kann man auswählen, welche Anbieter in die Kalkulation einbezogen werden sollen. Das ist insofern praktisch, als man entscheiden kann, ob man sich in Gutscheinen und/ oder bar bezahlen lassen will. Wir haben hier nur Bargeldauszahlung gewählt, da es uns ja zum Teil auch darum ging, herumliegendes Kapital wieder zu verflüssigen.

Die Anbieter: 

Bisher haben wir an Momox.de, Rebuy.de, Regalfrei, Buchankauf24.de, Ichkaufsab.de und Zoxs.de verkauft.

Die meisten Anbieter bieten kostenlosen Versand per DHL/ Hermes an (Rücksendeetiketten konnte man sich ausdrucken), einige sogar kostenlose Abholung. Wir haben uns für eine Rücksendung via DHL entschieden, da ich kein Hermes-Enthusiast bin. Und dank der kleinen Post-”Filialen”, die sich inzwischen in vielen Supermärkten finden, kann man sich auch das Anstehen ersparen. Zoxs bietet kostenfreien versicherten Versand erst am 30€ Verkaufswert an.

Bei einigen Anbietern gibt es zudem einen Mindestverkaufswert (MAW).

Buchankauf24 (Maw: 12€) ist noch nicht bearbeitet, meine Meinung hierzu werde ich noch ergänzen.

Von Zoxs würde ich persönlich eher abraten. Die Preise sind verhältnismäßig hoch angesetzt  und verleiten einen dazu, an Zoxs zu verkaufen. Insgesamt wurden unsere Artikel um mehr als 22€ heruntergestuft. Die Zahlung ging allerdings wirklich postwendend ein.

Regalfrei (MAW: 10€) fand ich nicht so optimal obwohl ich nicht genau sagen kann, woran es lag. Der Auftrag wurde recht schnell bearbeitet, die Auszahlung kam ebenfalls recht fix, aber ich fand die Übersicht über unsere verkauften Artikel und den Gesamterlös nicht sehr aufschlussreich. Musste alles per Hand nachrechnen, da wir zu zweit verkauft haben und natürlich jeder seinen Teil erhalten soll. Ich würde schon noch einmal an Regalfrei verkaufen, aber nicht prioritär.

Momox (MAW: 10€) mochte ich sehr gerne, die Prüfung der Artikel ging schnell, die Zahlungen waren postwendend da und man bekam per E-Mail eine Übersicht über die nicht angekauften Artikel (bei uns 2 von 88 Artikeln).

Rebuy und Ichkaufsab (Maw: 20€) kann ich ungeingeschränkt empfehlen. Die Preise sind etwas geringer, dafür wird nicht heruntergestuft und wirklich sofort gezahlt bzw. das Guthaben zur Auszahlung freigeschaltet.
Bei Rebuy ist nur wichtig, sofort anzurufen, wenn man einen Artikel doch nicht mitschicken konnte, weil er einen Wasserschaden hatte, die CD fehlte oder man doch spontan dran hängt. Sonst befindet sich der Auftrag nämlich bis zum St.-Nimmerleinstag in der Warteschleife. Mit einem kurzen Telefonat kann man das aber klären und der Auftrag wird innerhalb von wenigen Sekunden abgeschlossen.

Sehr toll fand ich, dass einige Anbieter einem anbieten, einen Teil des Erlöses bzw. auch den ganzen Erlös an eine wohltätige Vereinigung zu spenden (etwa die Kinderkrebshilfe oder ein Regenwaldschutzprogramm). Besonders toll, wenn man die Sachen eigentlich nur loswerden möchte, etwa bei Haushaltsauflösungen oä.

Fazit:

Der Kauf der App hat sich ganz eindeutig gelohnt. Und auch die Liste online war sehr hilfreich. Ein wenig lästig ist die Tatsache, dass man die ISBN-Nummern der Artikel einzeln auf die Websites der Anbieter kopieren muss, allerdings ging das mit zwei Browserfenstern nebeneinander eigentlich ganz geschmeidig. Ich kann Bonavendi also wirklich nur empfehlen, wenn auch ihr euch von Ballast trennen wollt. Dank der App haben wir sicher um die 100€ mehr bekommen, als wenn wir nur zwei Anbieter ausgewählt hätten.

*wir haben die App nur auf dem iPad mini und dem normalen iPad benutzt, da wir kein iPhone haben

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Achso: Bonavendi hat keine Ahnung, dass wir die App benutzt haben :) Selbst gekauft und für gut befunden!

 

© 2014 Andrea Drexl

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